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Pflegegrad 5 -
schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen für die pflegerische Versorgung

Pflegegrad 5 markiert die intensivste Stufe der Pflegebedürftigkeit innerhalb der Pflegegrade und symbolisiert eine „schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit spezifischen Anforderungen an die pflegerische Betreuung“. Aber was impliziert dies konkret für die Betroffenen? Welche Art von Unterstützung und welche Höhe an Leistungen sind mit Pflegegrad 5 verbunden?

Bei Cura Optima legen wir großen Wert darauf, Licht in die Bedingungen rund um den Erhalt von Pflegegrad 5 zu bringen. Wir erläutern eingehend, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und welche umfassenden Pflegeleistungen Sie mit Pflegegrad 5 in Anspruch nehmen können. Dieser Pflegegrad ist für Personen vorgesehen, deren Alltag durch eine außergewöhnlich hohe Pflegebedürftigkeit geprägt ist und die daher auf weitreichende Unterstützung und spezialisierte Pflegeleistungen angewiesen sind.

Inhalte in diesem Artikel

Was definiert Pflegegrad 5?

Pflegegrad 5 kennzeichnet die intensivste Stufe der Pflegegrade und wird definiert durch eine „schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit“, die mit spezifischen, hohen Anforderungen an die pflegerische Betreuung einhergeht. Dieser Pflegegrad wird vergeben, wenn in der Beurteilung Ihrer Pflegesituation – dem Pflegegutachten – eine Punktzahl von mindestens 90 erreicht wird.¹ Personen mit Pflegegrad 5 haben Anspruch auf das gesamte Spektrum der Pflegeleistungen, die von der Pflegeversicherung bereitgestellt werden.

Im Rahmen der Pflegebegutachtung wird das Ausmaß der Selbstständigkeit einer Person eingehend bewertet. Anders als in der Vergangenheit, als der erforderliche Pflegeaufwand eine zentrale Rolle spielte, ist dieser Aspekt heute nicht mehr ausschlaggebend für die Einstufung. Basierend auf den Ergebnissen des Pflegegutachtens fällt die Pflegekasse eine Entscheidung über die Zuordnung des entsprechenden Pflegegrades. Dieser Prozess gewährleistet, dass individuelle Bedürfnisse und Einschränkungen angemessen berücksichtigt werden, um jedem Einzelnen die passende Unterstützung im Rahmen der Pflegeversicherung zu sichern. Durch die Einführung dieses Systems wird ein fairer und bedarfsgerechter Zugang zu den Leistungen der Pflegeversicherung für Personen mit Pflegegrad sichergestellt.

Pflegegrad 5 – die Voraussetzungen

Um einen Pflegegrad – speziell Pflegegrad 5 oder einen anderen – zu erhalten, ist es erforderlich, einen Antrag bei Ihrer Pflegekasse einzureichen. Im Anschluss daran wird ein Fachexperte beauftragt, ein Pflegegutachten auf Basis des „Neuen Begutachtungsassessments (NBA)“ zu erstellen.² Dieses moderne Bewertungsverfahren ist maßgeblich für die Ermittlung Ihres individuellen Pflegebedarfs und die Zuordnung zum entsprechenden Pflegegrad. Es bildet die Grundlage für die Entscheidung Ihrer Pflegeversicherung über die Gewährung von Pflegeleistungen.

Während der Bewertung für die Pflegegrade, speziell bei der Einschätzung für Pflegegrad 5, können pflegebedürftige Personen bis zu 100 Punkte für ihre eingeschränkte Selbstständigkeit erhalten.¹ Diese Bewertung beruht auf sechs verschiedenen Bereichen, die jeweils unterschiedlich stark in die Gesamtpunktzahl einfließen. Bei der Pflege von Kindern oder in Fällen mit speziellen Versorgungsbedürfnissen gelten besondere Regelungen. Diese differenzierte Bewertungsmethode sorgt dafür, dass der individuelle Unterstützungsbedarf genau erfasst und der passende Pflegegrad zugeordnet wird.

Welche Kriterien sind zu erfüllen?

Bei der Pflegebegutachtung, die für die Einstufung in Pflegegrad 5 entscheidend ist, werden sechs zentrale Lebensbereiche untersucht, um das Ausmaß der Selbstständigkeit zu bewerten:

1. Mobilität: Untersucht wird, inwieweit die zu begutachtende Person sich selbständig bewegen kann, einschließlich der Fähigkeit, zu stehen, zu sitzen und Treppen zu bewältigen.

2. Kognitive und kommunikative Fähigkeiten: Die Bewertung umfasst die Orientierungsfähigkeit im Alltag, Entscheidungsfähigkeit, Risikoerkennung sowie die Fähigkeit zur Kommunikation und Bedürfnisäußerung.

3. Verhaltensweisen und psychische Probleme: Hier wird der Unterstützungsbedarf bei psychischen Problemen wie Aggressionen, Ängsten, Wahnvorstellungen oder dem Umgang mit Eigentumsbeschädigung erfasst.

4. Selbstversorgung: Beurteilt wird, wie eigenständig die Person Aktivitäten der täglichen Pflege wie Waschen, Ankleiden und Ernährung durchführen kann.

5. Bewältigung von krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen: Es wird ermittelt, welche Unterstützung bei der Handhabung von Krankheiten, Therapien und medizinischen Maßnahmen notwendig ist.

6. Alltagsgestaltung und soziale Kontakte: Bewertet wird, wie selbstständig der Alltag organisiert, Freizeitaktivitäten nachgegangen und soziale Beziehungen gepflegt werden können.

Für jedes dieser sechs Module gibt es bis zu 16 spezifische Kriterien, die in der Begutachtung einzeln bewertet werden. Die daraus resultierenden Punktzahlen für jedes Modul werden zusammengezählt und gewichtet, um die Gesamtpunktzahl zu ermitteln, die dann für die Zuweisung des Pflegegrads ausschlaggebend ist.

Beanspruchbare Leistungen bei Pflegegrad 5

Pflegebedürftige Personen, die den Pflegegrad 5 zugesprochen bekommen, sind auf eine kontinuierliche, intensive Pflege und Betreuung angewiesen. Dies erfordert die umfangreichste Unterstützung, die durch die Pflegeversicherung angeboten wird. Mit Pflegegrad 5 erhalten Sie Zugang zu allen Pflegeleistungen in ihrem maximalen Umfang, vorausgesetzt, die jeweiligen Bedingungen sind erfüllt.

Gegenüber den niedrigeren Pflegegraden 2, 3 und 4 profitieren Sie mit Pflegegrad 5 von signifikant höheren Ansprüchen in mehreren Bereichen. Dazu zählen ein erhöhtes Pflegegeld und umfangreichere Pflegesachleistungen, die eine direkte, professionelle Unterstützung in der häuslichen Pflege ermöglichen. Zudem stehen Ihnen verbesserte Möglichkeiten in der Tages- und Nachtpflege zur Verfügung, die eine wichtige Ergänzung zur Betreuung im eigenen Zuhause darstellen. Auch im Bereich der stationären Pflege, also der Unterbringung in einem Pflegeheim, sind die Leistungen deutlich ausgeweitet, um eine adäquate Versorgung zu gewährleisten. Alle anderen Pflegeleistungen, die zur Verfügung stehen, bleiben in ihrem Umfang unverändert, bieten aber in der Kombination mit den erhöhten Leistungen eine umfassende Unterstützung für Menschen mit Pflegegrad 5.

Pflegegrad 5 – Ansprüche auf Pflegegeld und weitere Leistungen

  • Mit Pflegegrad 5 steht Ihnen Pflegegeld von 974 Euro im Monat zur Verfügung. Diese Summe soll die häusliche Pflege erleichtern und kann für individuelle Bedürfnisse genutzt werden.

  • Personen mit Pflegegrad 5 haben das Recht auf Pflegesachleistungen bis zu einem Wert von 2200 Euro monatlich. Diese Mittel können für professionelle Pflegedienste genutzt werden, um die häusliche Pflege zu unterstützen und zu ergänzen.

  • Bei Pflegegrad 5 steht Ihnen eine jährliche Unterstützung von 1612 Euro für die Verhinderungspflege zu. Diese finanzielle Hilfe ermöglicht es, Ersatzpflege zu organisieren, falls die reguläre Pflegeperson aufgrund von Urlaub oder Krankheit verhindert ist.

  • Betroffene mit Pflegegrad 5 haben Anspruch auf finanzielle Hilfe für die Kurzzeitpflege in Höhe von 1774 Euro pro Jahr. Diese Unterstützung dient dazu, eine vorübergehende vollstationäre Pflege zu ermöglichen, falls die häusliche Pflege zeitweise nicht ausreichend ist.

  • Menschen mit Pflegegrad 5 haben Anspruch auf einen Entlastungsbetrag von 125 Euro monatlich. Dieser Betrag ist dafür vorgesehen, Ausgaben für Leistungen zu decken, die die häusliche Pflege ergänzen und die Pflegebedürftigen sowie ihre Angehörigen entlasten.

  • Mit Pflegegrad 5 besteht ein Anspruch auf finanzielle Unterstützung für die Inanspruchnahme von Tages- und Nachtpflege in Höhe von 1995 Euro im Monat. Diese Mittel sollen dazu beitragen, pflegebedürftige Menschen tagsüber oder nachts professionell betreuen zu lassen, um die häusliche Pflege zu entlasten und zu unterstützen.

  • Personen mit Pflegegrad 5 haben das Recht auf einen Zuschuss von 40 Euro monatlich für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch. Diese finanzielle Unterstützung dient dem Kauf von notwendigen Verbrauchsmaterialien, wie beispielsweise Desinfektionsmittel oder Einmalhandschuhe, die die Pflege zu Hause erleichtern.

Weitere Leistungen die bei Pflegegrad 5 in Anspruch genommen werden können sind technische Pflegehilfsmittel, Pflegeunterstützungsgeld, Pflegeberatung und Beratungseinsatz und Pflegekurse für Angehörige. Zudem haben Betroffene mit Pflegegrad 5 Anrecht auf eine Zuzahlung von 25,50 Euro im Monat für einen Hausnotruf, 4000 Euro pro Maßnahme bei einer Wohnraumanpassung, Wohngruppenzuschuss von 214 Euro monatlich, 50 Euro monatlich für digitale Pflegeanwendungen (DiPa) sowie eine Unterstützung von 2005 Euro monatlich für die vollstationäre Pflege beziehungsweise Rund-Um-Versorgung in einem Pflegeheim.

Pflegegrad 5 – das Pflegegeld

Wenn Sie die Verantwortung für die Pflege im eigenen Heim übernehmen, steht Ihnen mit Pflegegrad 5 das Pflegegeld in Höhe von 947 Euro pro Monat zur Verfügung. Dieses Geld ist für Sie frei nutzbar, um die häusliche Pflege nach Ihren Bedürfnissen zu gestalten. Sollten Sie zusätzlich zu diesem Pflegegeld auch Pflegesachleistungen in Anspruch nehmen, wird der Ihnen zustehende Betrag des Pflegegeldes entsprechend angepasst und reduziert sich anteilig.

Für den Bezug des Pflegegeldes müssen Sie keine spezifischen Nachweise über die entstandenen Kosten vorlegen. Jedoch ist es für Empfänger des Pflegegrades 5 erforderlich, sich vierteljährlich an einer Beratung gemäß § 37.3 SGB XI zu beteiligen. Diese Beratungsgespräche bieten eine hervorragende Gelegenheit, alle Ihre persönlichen Fragen bezüglich der Pflege zu klären, und sind für Sie kostenfrei.

 

Pflegegrad 5 – die Stationäre Pflege

Bei der Betreuung von Personen mit jedem Pflegegrad zeigt sich ein Trend, der die häusliche Pflege gegenüber der stationären Pflege bevorzugt, und dieser Trend bleibt auch bei Pflegegrad 5 bestehen, obwohl der Unterschied hier am kleinsten ist.⁴ Dies ist kaum überraschend, wenn man bedenkt, dass Pflegegrad 5 die umfangreichsten Pflege- und Betreuungsbedürfnisse mit sich bringt.

Für die stationäre Unterbringung in einem Pflegeheim stellt die Pflegeversicherung Personen mit Pflegegrad 5 einen monatlichen Betrag von 2.005 Euro zur Verfügung. Es ist jedoch wichtig zu verstehen, dass dieser Betrag keinen Einfluss auf den Eigenanteil hat, den Sie zu tragen haben. Dieser Eigenanteil, bekannt als der „einrichtungseinheitliche Eigenanteil“ (EEE), bleibt unabhängig vom Pflegegrad immer gleich.

Die Kosten, die auf Sie als Bewohner eines Pflegeheims zukommen, setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen: Ihrem Eigenanteil an den eigentlichen Pflegekosten, den Hotelkosten für Unterkunft und Verpflegung sowie den Investitionskosten, die für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Einrichtung aufgewendet werden. Die Höhe dieser Gesamtkosten variiert von Pflegeheim zu Pflegeheim und hängt von verschiedenen Faktoren ab.

 

Pflegegrad 5 – die Pflegesachleistungen

Pflegesachleistungen bieten Ihnen die Möglichkeit, die Betreuung zu Hause durch qualifizierte Pflegefachkräfte zu ergänzen. Diese Fachkräfte können eine wesentliche Unterstützung im Alltag darstellen, indem sie professionelle Pflegedienste bereitstellen. Wenn Sie es bevorzugen, können diese Pflegedienste ihre Leistungen auch direkt mit Ihrer Pflegeversicherung abrechnen, was Ihnen zusätzlichen administrativen Aufwand erspart.

Für Personen, die den Pflegegrad 5 erreicht haben, sind monatlich bis zu 2.200 Euro für solche Pflegesachleistungen vorgesehen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Inanspruchnahme dieser professionellen Pflegedienste zu einer anteiligen Reduzierung Ihres Pflegegeldanspruchs führt.

 

Pflegegrad 5 – die Kombinationsleistung

Die Kombinationsleistung bietet Ihnen die Flexibilität, eine maßgeschneiderte Mischung aus Pflegesachleistungen und Pflegegeld zu nutzen, die genau auf Ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Beispielsweise besteht die Möglichkeit, 75 Prozent der Ihnen zustehenden Pflegesachleistungen zu beanspruchen und parallel dazu 25 Prozent des vollen Pflegegeldbetrags zu erhalten.

Sie haben die Freiheit, das Verhältnis zwischen den Sachleistungen und dem Pflegegeld nach Ihren persönlichen Präferenzen und Anforderungen anzupassen. Diese Option der Kombinationsleistung erweist sich besonders dann als vorteilhaft, wenn Sie lediglich einen Teil der verfügbaren Pflegesachleistungen in Anspruch nehmen möchten. Bei einer kontinuierlichen Nutzung der Pflegesachleistungen kann der dafür vorgesehene Gesamtbetrag schnell aufgebraucht sein.

 

Pflegegrad 5 – die Verhinderungspflege

Als Pflegeperson stoßen auch Sie gelegentlich auf Situationen, in denen Sie aufgrund eigener Verpflichtungen, Krankheit oder wohlverdientem Urlaub nicht verfügbar sind. Für solche Zeiten bietet die Verhinderungspflege eine wertvolle Unterstützung, indem sie eine stunden- oder tageweise Vertretung Ihrer Pflegetätigkeiten ermöglicht. Dieses Angebot gilt für bis zu 42 Tage oder sechs Wochen innerhalb eines Kalenderjahres, um sicherzustellen, dass die Pflege auch in Ihrer Abwesenheit fortgesetzt werden kann.

Für diesen Zweck stellt die Pflegeversicherung jährlich einen Betrag von 1.612 Euro bereit. Diese Mittel können genutzt werden, um Privatpersonen, die als Vertretung einspringen, ein angemessenes Entgelt zu gewähren oder um die Dienste eines ambulanten Pflegedienstes in Anspruch zu nehmen. Zudem besteht die Möglichkeit, nicht in Anspruch genommene Mittel aus dem Bereich der Kurzzeitpflege flexibel für die Verhinderungspflege einzusetzen.

 

Pflegegrad 5 – die Kurzzeitpflege

Die Kurzzeitpflege stellt eine wichtige finanzielle Unterstützung für die temporäre stationäre Betreuung von Personen dar, die normalerweise in ihrem eigenen Zuhause gepflegt werden. Diese Form der Pflege wird insbesondere dann relevant, wenn sich der Gesundheitszustand der pflegebedürftigen Person vorübergehend verschlechtert und eine intensivere Betreuung erforderlich macht.

Für Personen mit Pflegegrad 5 ist ein jährlicher Höchstbetrag von 1.774 Euro für die Inanspruchnahme von Kurzzeitpflege vorgesehen, mit einer maximalen Dauer von 56 Tagen oder acht Wochen. Diese Regelung bietet eine flexible Lösung, um in Zeiten erhöhten Betreuungsbedarfs eine angemessene Unterstützung sicherzustellen. Zudem besteht die Möglichkeit, nicht vollständig genutzte Mittel aus dem Budget der Kurzzeitpflege alternativ für die Verhinderungspflege einzusetzen und umgekehrt.

 

Pflegegrad 5 – die Tages- und Nachtpflege

Die teilstationäre Pflege, auch bekannt als Tages- oder Nachtpflege, spielt eine entscheidende Rolle als Ergänzung zur Pflege im eigenen Zuhause. Sie ermöglicht Pflegebedürftigen, entweder tagsüber oder nachts professionelle Betreuung in spezialisierten Einrichtungen zu erhalten, während sie den Großteil ihrer Zeit in der vertrauten Umgebung ihres eigenen Heims verbringen. Diese Pflegeform wird als integraler Bestandteil der häuslichen Pflege verstanden und bietet pflegebedürftigen Personen sowie ihren Familien eine wichtige, flexible Unterstützungsstruktur.

Für Individuen mit Pflegegrad 5 ist ein monatlicher Finanzrahmen von bis zu 1.995 Euro für die Inanspruchnahme der teilstationären Pflege vorgesehen. Dieser Betrag ist darauf ausgelegt, eine professionelle Betreuung in Tages- oder Nachtpflegeeinrichtungen für mehrere Tage pro Woche zu finanzieren. Die spezifische Anzahl der Betreuungstage, die innerhalb dieses Budgets möglich sind, variiert je nach den individuellen Kosten, die von der jeweiligen Pflegeeinrichtung veranschlagt werden.

Pflegegrad 5 – der Entlastungsbetrag

Der Entlastungsbetrag, der monatlich 125 Euro beträgt, ist speziell dafür konzipiert, zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsdienste zu finanzieren. Diese Dienste bieten eine wesentliche Unterstützung, sowohl für die Pflegenden als auch für die Förderung der Autonomie und des allgemeinen Wohlbefindens im Alltag von Pflegebedürftigen mit Pflegegrad 5. Die Intention hinter dieser finanziellen Unterstützung ist es, die alltäglichen Herausforderungen der Pflege zu verringern und dadurch die Lebensqualität der Pflegebedürftigen signifikant zu verbessern.

Sollten Sie als Person mit Pflegegrad 5 bisher noch keinen Anspruch auf den Entlastungsbetrag geltend gemacht haben, ist es relevant zu wissen, dass die Möglichkeit besteht, diese finanziellen Mittel auch rückwirkend zu beantragen. Diese Option erlaubt es Ihnen, bisher ungenutzte Unterstützung nachträglich zu erhalten und dadurch die Pflege- und Betreuungssituation zu Hause zu optimieren.

Der Entlastungsbetrag lässt sich für eine breite Palette an Dienstleistungen nutzen. Dazu zählen unter anderem:

  • Die Tages- und Nachtpflege, die es Pflegebedürftigen ermöglicht, tagsüber oder nachts professionelle Betreuung in spezialisierten Einrichtungen zu erfahren, während sie weiterhin den Großteil ihrer Zeit in ihrem vertrauten Umfeld verbringen.

  • Ambulante Pflege- und Betreuungsangebote, die speziell darauf ausgerichtet sind, die reguläre Grundpflege durch zusätzliche spezialisierte Betreuungsleistungen zu ergänzen.

  • Die Kurzzeitpflege, die eine Option für eine temporäre vollstationäre Unterbringung bietet, falls die häusliche Pflege vorübergehend nicht gewährleistet werden kann.

  • Unterstützungsangebote für den Alltag, die je nach den Regelungen des jeweiligen Bundeslandes variieren können und darauf abzielen, die Unabhängigkeit der Pflegebedürftigen zu fördern und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu unterstützen.

Pflegegrad 5 – Pflegehilfsmittel und andere Hilfsmittel

Für alle Versicherten mit einer Krankenversicherung besteht generell die Möglichkeit, Hilfsmittel auf Basis einer ärztlichen Verordnung zu erhalten, unabhängig davon, welchen Pflegegrad sie haben. Im Gegensatz dazu ist für den Bezug von Pflegehilfsmitteln das Vorliegen eines Pflegegrades eine notwendige Bedingung. Diese Pflegehilfsmittel reichen von technischen Geräten wie Pflegebetten und Rollstühlen bis hin zu Verbrauchsmaterialien wie Desinfektionsmitteln und Einweghandschuhen, die den Pflegealltag erleichtern.

Pflegegrad 5 – der Hausnotruf

Im Kontext von Pflegegrad 5 gewinnt insbesondere der Hausnotruf an Bedeutung. Der Hausnotruf gehört zu den technischen Pflegehilfsmitteln und zeichnet sich durch eine spezielle Zuschussregelung aus, die sich von vielen anderen Hilfsmitteln unterscheidet. Für alle Pflegegrade, beginnend mit Pflegegrad 1, gelten einheitliche Konditionen für die Gewährung eines Zuschusses zu einem anerkannten Notrufsystem.

Leben Sie allein und sind im Besitz eines Pflegegrades, ergibt sich möglicherweise ein Anspruch auf einen monatlichen Zuschuss von bis zu 25,50 Euro für ein solches System, falls Sie im Notfall voraussichtlich nicht in der Lage wären, telefonisch Hilfe zu rufen. Dieser finanzielle Beitrag soll sicherstellen, dass Sie im Ernstfall rasch und effizient Hilfe erhalten, besonders wenn Sie auf sich allein gestellt sind und auf externe Unterstützung angewiesen sein könnten.

Pflegegrad 5 –

Weitere Leistungen

Jeder Mensch, der pflegebedürftig ist, steht vor einer einzigartigen Herausforderung, die eine individuell zugeschnittene Pflegelösung notwendig macht. Die spezifischen Bedürfnisse und die besondere Lebenssituation jeder pflegebedürftigen Person sollten im Zentrum der Pflegeplanung und -erbringung stehen. Das deutsche Pflegesystem ist auf diese individuellen Anforderungen ausgerichtet und bietet ein breites Spektrum an Leistungen an, die speziell für die Bedürfnisse von Personen mit Pflegegrad 5 konzipiert sind. Diese Dienstleistungen zielen darauf ab, die Pflege und Unterstützung so effizient und persönlich wie möglich zu gestalten, um so die tägliche Lebensführung der Betroffenen optimal zu unterstützen und deren Lebensqualität signifikant zu verbessern. Die für Pflegegrad 5 verfügbaren Pflegeleistungen decken ein umfassendes Spektrum an Maßnahmen ab, die darauf ausgerichtet sind, die Autonomie der Pflegebedürftigen zu stärken und sowohl ihnen als auch ihren Angehörigen bestmöglichen Support zu bieten.

  • Personen mit Pflegegrad 5 haben die Möglichkeit, eine kostenfreie Pflegeberatung (7a) in Anspruch zu nehmen. In dieser Beratung wird individuell auf die Organisation der persönlichen Pflegesituation eingegangen und Informationen über Entlastungs- und Hilfsangebote werden bereitgestellt.

  • In den Pflegekursen für Angehörige geht es darum, praktische Pflegefähigkeiten zu erlernen, angefangen beim Ankleiden bis hin zum Transfer und zur Körperpflege. Diese Kurse stehen allen offen, die sich für die Pflege interessieren oder gerne pflegen möchten, und sind kostenlos zugänglich.

  • Eine weitere Unterstützung für Pflegende ist das Pflegeunterstützungsgeld. Es dient dazu, in akuten Pflege-Notfällen die Fortzahlung von Lohn oder Gehalt sicherzustellen, damit Pflegende nicht in finanzielle Schwierigkeiten geraten, während sie sich um andere kümmern.

  • Die Pflegeversicherung unterstützt Menschen, die in Wohngruppen leben, mit einem Zuschlag von 214 Euro pro Monat. Diese finanzielle Förderung beträgt stets 214 Euro monatlich, unabhängig vom Pflegegrad, ob es sich um Pflegegrad 1, Pflegestufe 3 oder auch Pflegegrad 5 handelt.

  • Außerdem ermöglicht die Pflegeversicherung die Zulassung digitaler Services, die Pflegebedürftige und Pflegende unterstützen, als „DiPA“. Dabei stellt sie monatlich bis zu 50 Euro bereit, um den Zugang zu diesen digitalen Unterstützungsmöglichkeiten zu fördern.

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Was ist die Lebenserwartung bei Pflegegrad 5?

Pflegegrad 5 sorgt bei vielen Betroffenen dazu, sich mit der Endlichkeit ihres Lebens intensiv auseinander zu setzen. Obwohl niemand die verbleibende Lebensdauer exakt bestimmen kann, beginnt für etliche zu diesem Zeitpunkt offensichtlich die letzte Phase ihres Lebensweges.

In dieser sensiblen Zeit liegt der Fokus der Pflege und Betreuung nicht allein auf der qualitativen Versorgung, sondern ebenso auf der würdevollen Gestaltung dieser abschließenden Lebensperiode. Es ist eine Zeit, in der sowohl die pflegebedürftige Person als auch die Pflegenden sich allmählich mit dem Gedanken des bevorstehenden Abschieds vertraut machen müssen.

Für die Pflegenden kann es eine Herausforderung sein, neben der intensiven Pflegeausübung noch Zeit, Energie und innere Ruhe für wertvolle gemeinsame Momente und das Teilen von Emotionen zu finden. Dennoch ist es von großer Bedeutung, sich diese Momente zu ermöglichen. Andernfalls kann der emotionale und psychologische Druck, der mit dieser Phase einhergeht, zu einer zusätzlichen Belastung werden. Diese Phase erfordert eine besonders einfühlsame Begleitung und Unterstützung für Menschen mit Pflegegrad 5, um ihnen einen friedvollen und würdevollen Abschluss ihres Lebensweges zu ermöglichen.

Häufig gestellte Fragen

Sie wünschen weitere Informationen zum Thema Pflegegrad 5? Gerne beraten wir Sie in einem persönlichen Gespräch und helfen Ihnen, den für Sie idealen weiteren Vorgang zur Pflege herauszufinden.

Pflegebedürftige, die in die Kategorie Pflegegrad 5 eingestuft werden, zeichnen sich durch eine „schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Betreuung“ aus. Diese Einstufung erfolgt, wenn im Rahmen des Pflegegutachtens eine Punktzahl von mindestens 90 erreicht wird. Diese hohe Punktzahl spiegelt den umfassenden und intensiven Betreuungsbedarf wider, der mit Pflegegrad 5 einhergeht. Personen mit diesem Pflegegrad benötigen daher eine besonders intensive Pflege und Unterstützung, die weit über die alltägliche Hilfe hinausgeht. Das Pflegesystem in Deutschland erkennt diese besonderen Bedürfnisse an und stellt sicher, dass individuell angepasste Leistungen zur Verfügung stehen, um den Alltag der Betroffenen so angenehm und selbstbestimmt wie möglich zu gestalten.

Pflegegrad 5 wird allgemein definiert als eine „schwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit“, die mit speziellen Bedürfnissen in Bezug auf die pflegerische Betreuung einhergeht. Hinter dieser Umschreibung steht ein präzises Bewertungsschema, das auf der Basis eines detaillierten Begutachtungsverfahrens eine Mindestpunktzahl von 90 Punkten für die Einstufung vorsieht. Diese Punktebewertung erfolgt durch ein umfassendes Pflegegutachten, welches die individuellen Bedürfnisse und die erforderliche Unterstützung der betroffenen Person genau erfasst und dokumentiert. Personen, die in den Bereich von Pflegegrad 5 eingestuft werden, zeichnen sich durch einen besonders hohen Unterstützungsbedarf aus, der eine umfangreiche und spezialisierte Pflege notwendig macht, um ihren Alltag zu bewältigen und ihre Lebensqualität zu erhalten oder zu verbessern.

Pflegegeld, Pflegesachleistungen, Kombinationsleistung, Verhinderungspflege, Kurzzeitpflege, Entlastungsbetrag, Tagespflege und Nachtpflege, technische Pflegehilfsmittel, Pflegehilfsmittel zum Verbrauch, Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfelds, stationäre Pflege und weitere Pflegeleistungen.

Um Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfelds zu verwirklichen können Sie pro Maßnahme von der Pflegeversicherung bis zu 4000 Euro erhalten. Es ist jedoch wichtig, diese Unterstützung im Voraus durch einen Antrag zu klären und festzuhalten, sodass Sie sicher sein können, dass die Kostenübernahme des Umbaus gewährt wird.

Bei Pflegegrad 5 können Sie mit Pflegesachleistungen einen ambulanten Pflegedienst oder eine anerkannte Einzelpflegekraft finanzieren. Hierfür stehen 2200 Euro pro Monat zur Verfügung.

Bei Pflegegrad 5 beträgt das Pflegegeld 947 Euro pro Monat, sofern die Pflege zu Hause erfolgt und Sie die Pflegeleistungen nicht vollständig in Anspruch nehmen. Andernfalls könnte sich Ihr Anspruch auf Pflegegeld verringern.

Pflegebedürftige Personen mit Pflegegrad 5 erhalten Pflegegeld in Höhe von 947 Euro pro Monat. Die Voraussetzung für den Bezug von Pflegegeld bei Pflegegrad 5 ist, dass die versicherte Person zu Hause durch Angehörige oder Freunde versorgt wird.

 

Der Pflegeaufwand ist bei Pflegegrad 5 ist am höchsten unter der benötigten Unterstützung aller Pflegegrade, und in der Regel fallen mehrmals täglich größere Aufgaben an. Jedoch ist es seit 2017 nicht mehr der Zeitaufwand, der das entscheidende Kriterium für einen Pflegegrad ist. Stattdessen wird der Pflegegrad anhand der Selbständigkeit bemessen.

Mit Pflegegrad 4 können Sie bis zu 1.612 Euro pro Jahr oder maximal 42 Tage bzw. 6 Wochen Verhinderungspflege beanspruchen. Sie haben außerdem die Möglichkeit, diesen Betrag durch einen Teil Ihres ungenutzten Budgets für Kurzzeitpflege zu erhöhen.

Mit Pflegegrad 5 können Sie bis zu 56 Tage oder 8 Wochen pro Jahr Kurzzeitpflege in Anspruch nehmen. In der Praxis erreichen Sie jedoch oft schon vorher die Grenzen des Höchstbetrags von 1.774 Euro pro Jahr, die dafür vorgesehen sind. Falls Sie die Verhinderungspflege nicht vollständig nutzen, können Sie einen Teil dieses Budgets auch für die Kurzzeitpflege verwenden.

Die Pflegeversicherung finanziert monatlich 2005 Euro für die Pflegekosten in stationärer Pflege. Allerdings bleibt Ihr Eigenanteil unabhängig von Ihrem Pflegegrad gleich hoch. Die Pflegeversicherung bezuschusst Ihren Eigenanteil mit einem Prozentsatz, der sich je nach der Dauer Ihres Aufenthalts in stationärer Pflege richtet.

Hilfsmittel stehen nicht in direktem Zusammenhang mit einem Pflegegrad. Sie werden von der Krankenkasse teilfinanziert, wenn ein ärztliches Rezept vorliegt. Ein Pflegegrad ist nur eine Voraussetzung für die Finanzierung von Pflegehilfsmitteln.

Grundsätzlich stehen Ihnen technische Pflegehilfsmittel sowie Pflegehilfsmittel zum Verbrauch zur Verfügung. Zu den technischen Pflegehilfsmitteln zählen beispielsweise ein Krankenbett oder ein Pflege-Rollstuhl. Pflegehilfsmittel zum Verbrauch umfassen Artikel wie Desinfektionsmittel, Einweghandschuhe, Bettschutzeinlagen und ähnliches.

Bei Pflegegrad 3 stehen Ihnen monatlich 1.262 Euro für die stationäre Pflege zur Verfügung. Zusätzlich bezuschusst die Pflegeversicherung Ihren Eigenanteil an den Pflegekosten mit einem bestimmten Prozentsatz. Dieser Prozentsatz steigt mit der Dauer Ihres Aufenthalts im Pflegeheim.

Falls Sie noch arbeitsfähig sind, steht es Ihnen selbstverständlich frei, weiterhin zu arbeiten. Das Hauptziel der Pflege ist es, Ihre Selbstständigkeit zu bewahren und zu fördern. Daher hindert Sie ein Pflegegrad nicht daran, einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen.

Es besteht möglicherweise die Möglichkeit, eine Begleitperson für Arztbesuche oder Krankenhausaufenthalte zu erhalten. Die Entscheidung darüber hängt jedoch nicht ausschließlich vom Pflegegrad ab. Stattdessen ist es erforderlich, dies direkt mit Ihrer Krankenkasse zu klären.

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