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Cura Optima Parkinson

Parkinson –
Wenn man plötzlich nicht mehr ohne Zittern greifen kann

Parkinson bezeichnet eine Gruppe neurodegenerativer Erkrankungen, bei denen spezifische Nervenzellen im Gehirn fortschreitend degenerieren. Diese Abnahme führt zu einem signifikanten Dopamindefizit, welches diverse charakteristische Symptome der Parkinson-Krankheit hervorruft. Im weiteren Krankheitsverlauf wird die Pflegebedürftigkeit von Betroffenen häufig unumgänglich. Cura Optima bietet in seiner Themenwelt umfangreiche Informationen zur Parkinson-Krankheit und den verschiedenen Parkinson-Syndromen an. In diesem Leitfaden erhalten Interessierte alle wesentlichen Basisinformationen über Parkinson, einschließlich der Ursachen, unterschiedlichen Formen und potenziellen Langzeitfolgen der Erkrankung. Zudem bietet der Ratgeber einen detaillierten Überblick über zusätzliche Informationsquellen und weitere Ratgeber zum Thema Parkinson.

Was genau ist Parkinson?

Parkinson, medizinisch auch als Morbus Parkinson bezeichnet, kennzeichnet eine progressive neurodegenerative Gehirnerkrankung, in deren Verlauf Nervenzellen allmählich zugrunde gehen. Dieser neuronale Verlust führt zu einem Mangel an Dopamin, was wiederum verschiedene Symptome hervorrufen kann. Typischerweise umfassen diese Symptome verlangsamte Bewegungen, Zittern, Muskelsteifheit und Probleme mit dem Gleichgewicht.

Es gibt verschiedene Unterteilungen der Parkinson-Erkrankung: das idiopathische Parkinson-Syndrom, das sich ohne bekannte Ursache entwickelt, das genetische Parkinson-Syndrom, das durch erbliche Faktoren bedingt ist, sowie atypische und symptomatische Parkinson-Syndrome, die sich in ihren Merkmalen und Ursachen von der klassischen Form unterscheiden.

Früher wurde die Erkrankung oft als „Schüttellähmung“ bezeichnet, ein Ausdruck, der heutzutage als überholt gilt und nicht mehr verwendet wird.

Deutschland: Wie häufig ist die Parkinson-Diagnose

In Bezug auf die Prävalenz von Parkinson in Deutschland ist diese Erkrankung die zweithäufigste neurologische Störung nach Alzheimer. Aktuelle Schätzungen für das Jahr 2024 liegen nicht vor, jedoch schwanken die Angaben zwischen 200.000 und 400.000 Betroffenen im Land. Die letzte detaillierte Erhebung aus dem Jahr 2016 dokumentierte etwa 162.246 Menschen mit Parkinson in Deutschland. Mit der zunehmenden Alterung der Bevölkerung ist davon auszugehen, dass die Zahl der Erkrankten weiter ansteigen wird.

Parkinson ist zwar eine Erkrankung, die in jedem Lebensalter auftreten kann, jedoch sind vor allem ältere Menschen betroffen. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass sich die Erkrankung oft schon Jahre oder Jahrzehnte vor den ersten offensichtlichen Symptomen entwickelt. So ist es möglich, dass Personen bereits in ihren Dreißigern oder Vierzigern Parkinson entwickeln, deutliche Symptome aber erst im Alter zwischen 50 und 60 Jahren bemerken.

Der umgangssprachliche Begriff „Altersparkinson“ bezieht sich auf Fälle, in denen die Krankheit im höheren Lebensalter auftritt. Es handelt sich hierbei jedoch nicht um eine separate Form der Krankheit; vielmehr können alle Varianten von Parkinson im fortgeschrittenen Alter auftreten.

Die Arten und Typen der Parkinson-Syndrome

Idiopathisches Parkinson-Syndrom: Primäres Parkinson-Syndrom

Dieses Syndrom stellt mit etwa 75 Prozent die Mehrheit aller Parkinson-Diagnosen dar. Der Begriff „idiopathisch“ bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Ursachen der Symptome unbekannt sind.

Genetisches Parkinson-Syndrom

In einigen Fällen wird Parkinson durch genetische Veränderungen vererbt, was zu gehäuftem Auftreten der Krankheit innerhalb bestimmter Familien führen kann.

Atypisches Parkinson-Syndrom

Bekannt auch unter dem Namen „Parkinson Plus-Syndrom“, ist das atypische Parkinson-Syndrom durch neurodegenerative Zustände charakterisiert, die mehrere Systeme im Gehirn betreffen. Zu diesen zählen:

Multisystematrophie (MSA): MSA beeinträchtigt diverse Körpersysteme und äußert sich in schlechter Koordination, Bewegungsstörungen sowie Problemen mit dem Blutdruck.

– Progressive supranukleäre Blickparese (PSP): PSP verursacht vor allem Schwierigkeiten beim Bewegen der Augen, besonders beim Blick nach oben oder unten.

– Kortikobasale Degeneration (CBD): CBD zeigt sich durch zunehmende Schwäche und Steifigkeit in Arm oder Bein, oft begleitet von unwillkürlichen Bewegungen und Schwierigkeiten bei alltäglichen Handlungen.

Symptomatisches Parkinson-Syndrom: Sekundäres Parkinson-Syndrom

Dieses Syndrom umfasst Parkinson-ähnliche Symptome, die durch spezifische, identifizierbare Ursachen hervorgerufen werden. Abhängig von der Ursache können symptomatische Parkinson-Syndrome weiter untergliedert werden in:

  • Vaskuläres Parkinson-Syndrom: Verursacht durch Durchblutungsstörungen im Gehirn oder durch Schlaganfälle, die aufgrund verengter Blutgefäße im Gehirn entstehen.

  • Medikamentöses Parkinson-Syndrom: Ausgelöst durch die Einnahme bestimmter Medikamente.

  • Posttraumatisches Parkinson-Syndrom: Folge von Gehirnverletzungen.

  • Entzündliches Parkinson-Syndrom: Entsteht durch Entzündungen im Gehirn.

  • Toxisches Parkinson-Syndrom: Resultiert aus der Exposition gegenüber toxischen Substanzen.

Weitere Ursachen für ein symptomatisches Parkinson-Syndrom können auch ernste Grunderkrankungen wie Hirntumore sein. Bei Vermutungen zur Erkrankung konsultieren Sie bitte Ihren Arzt.

Die Symptome von Parkinson

Morbus Parkinson ist eine progressive Erkrankung des Nervensystems, die hauptsächlich die motorischen Fähigkeiten einer Person beeinträchtigt.

Zu den charakteristischen Symptomen gehören verlangsamte Bewegungen, bekannt als Bradykinese, Zittern oder Tremor, Muskelsteifigkeit, oft als Rigor bezeichnet, sowie Störungen in der Gangart und der Körperhaltung.

Zusätzlich zu diesen Hauptsymptomen können diverse weitere Begleitsymptome individuell bei den Betroffenen auftreten.

Die Ursachen und Risikofaktoren für Parkinson sind vielfältig, wobei die Krankheit primär durch den fortschreitenden Verlust von dopaminproduzierenden Nervenzellen im Gehirn gekennzeichnet ist. Dopamin spielt eine essenzielle Rolle bei der Regulierung der Bewegungsabläufe. Ein Mangel dieses Botenstoffs führt zu den typischen Symptomen von Parkinson, die vorrangig die motorischen Funktionen beeinflussen.

 

Jedes Parkinson-Syndrom ist mit spezifischen Ursachen verbunden.

– Idiopathisches Parkinson-Syndrom: Die genaue Ursache ist unbekannt.

– Genetisches Parkinson-Syndrom: Durch spezifische genetische Mutationen verursacht, die innerhalb von Familien vererbt werden können.

– Atypisches Parkinson-Syndrom: Beteiligung verschiedener neurologischer Erkrankungen.

– Symptomatisches Parkinson-Syndrom: Verursacht durch externe Faktoren wie Medikamente, Toxine oder andere zugrundeliegende Krankheiten.

Pathogenese - Wie Parkinson entsteht

Pathogenese ist der medizinische Fachbegriff, der den Entstehungsprozess und die Entwicklung einer Krankheit im Körper beschreibt.

Im Falle von Parkinson konzentriert sich die Pathogenese auf den fortschreitenden Untergang von Nervenzellen in einem spezifischen Bereich des Mittelhirns, der Substantia nigra. Diese Neuronen sind essenziell für die Produktion von Dopamin, einem zentralen Neurotransmitter, der entscheidend für die Regulierung der Bewegungsabläufe ist. Mit dem Absterben dieser Zellen verringert sich der Dopaminspiegel drastisch, was zu den kennzeichnenden Symptomen von Parkinson führt. Zusätzlich kommt es in den betroffenen Neuronen häufig zur Bildung von abnormalen Proteinablagerungen, den sogenannten Lewy-Körperchen, die maßgeblich zur Krankheitsprogression beitragen.

Was lange unbekannt war: Auch in gesunden Menschen nimmt die Zahl der Nervenzellen in der Substantia nigra über die Jahre ab, jedoch bei Weitem nicht so stark wie bei Parkinson. Bei Beginn der Parkinson-Symptomatik sind bereits etwa die Hälfte der ursprünglich rund 400.000 Nervenzellen abgestorben.

Was ist Alpha-Synuclein und was macht es?

Die Rolle des Proteins Alpha-Synuclein ist ein weiterer wichtiger Aspekt in der Patogenese von Parkinson. Unter normalen Umständen trägt dieses Protein zur gesunden Funktion der Nervenzellen bei. Bei Parkinson jedoch neigt Alpha-Synuclein dazu, sich fehlerhaft zu falten und Klumpen zu bilden, die als Lewy-Körper bekannt sind. Diese Ansammlungen sind kennzeichnend für Parkinson und führen durch die Störung der normalen Zellfunktion zum Absterben der Zellen, was wiederum die typischen Symptome wie Bewegungsstörungen und kognitive Beeinträchtigungen nach sich zieht.

Die genauen Ursachen für die fehlerhafte Faltung und die Anhäufung von Alpha-Synuclein sind noch nicht vollständig geklärt, jedoch spielen sowohl genetische Faktoren als auch Umwelteinflüsse eine Rolle. Die Erforschung dieses Proteins ist daher ein zentraler Ansatzpunkt für die Entwicklung neuer Behandlungsmethoden für Parkinson und ähnliche neurodegenerative Erkrankungen.

Parkinson: Erbkrankheit oder nicht?

Parkinson gilt nicht als klassische Erbkrankheit. Dennoch gibt es Fälle, in denen Parkinson-Erkrankungen innerhalb einer Familie gehäuft auftreten, was auf genetische Risikofaktoren hindeutet, die das Erkrankungsrisiko erhöhen können. Laut dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) machen solche genetisch bedingten Formen von Parkinson etwa zehn Prozent aller Fälle aus. In diesen Fällen kann ein defektes Gen oder ein Gendefekt von einer Generation zur nächsten weitergegeben werden, wodurch die Krankheit bei mehreren Familienmitgliedern auftritt.

Vorbeugung von Parkinson

Obwohl eine direkte Prävention des Parkinson-Syndroms nicht möglich ist, existieren diverse Maßnahmen, die potenziell den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen können. Frühzeitige Kenntnis über die Diagnose ermöglicht Betroffenen, durch eine bewusste Lebensführung Einfluss auf den Verlauf ihrer Erkrankung zu nehmen.

Es ist allgemein bekannt, dass regelmäßige körperliche Aktivität und eine ausgewogene Ernährung generell die Gesundheit fördern und somit auch bei Parkinson von Vorteil sein können.

Verlauf und Behandlung von Parkinson

Obwohl die frühzeitige Diagnose von Parkinson die Krankheit nicht heilen kann, spielt sie eine entscheidende Rolle dabei, die Lebensqualität der Patienten so lange wie möglich zu erhalten. Die fortlaufende Forschung im Bereich Parkinson ermöglicht es, dass viele Patienten ihre Symptome wie Muskelsteifheit und das charakteristische Zittern durch Medikamente erheblich mildern können.

Über die medikamentöse Therapie hinaus gibt es vielfältige Behandlungsansätze, die darauf abzielen, die spezifischen Beschwerden der Betroffenen zu lindern. Diese umfassen Bewegungstherapien sowie alternative Behandlungsmethoden wie Kunsttherapie oder Massagen. In seltenen Fällen kann auch ein chirurgischer Eingriff in Betracht gezogen werden.

Wie die Pflege bei Parkinson aussieht

Mit fortschreitender Krankheit wird oft eine zunehmende Pflegebedürftigkeit bei Menschen mit Parkinson beobachtet. Ob und wann eine solche Notwendigkeit eintritt, hängt von verschiedenen individuellen Faktoren ab. Im Verlauf der Krankheit kann sich der Bedarf an Pflege intensivieren; beginnend mit gelegentlicher Unterstützung bis hin zur Notwendigkeit einer kontinuierlichen Betreuung im späten Stadium der Erkrankung. Das Zusammenleben und der Alltag mit Parkinson können sehr anspruchsvoll sein. Cura Optima bietet in seinem Ratgeber zur Pflege bei Parkinson praktische Unterstützung und Hilfestellungen für diesen Lebensabschnitt.

Parkinson-Demenz

Etwa 30 bis 40 Prozent aller Menschen mit Parkinson entwickeln im Verlauf der Krankheit eine sogenannte Parkinson-Demenz. Diese spezielle Form der Demenz tritt bei einem bedeutenden Teil der Parkinson-Patienten auf und geht mit einer fortschreitenden kognitiven Beeinträchtigung einher. Die Parkinson-Demenz ist eine schwerwiegende Folge der Parkinson-Krankheit und kann das Leben der Betroffenen erheblich beeinträchtigen. Sie äußert sich durch Symptome wie Gedächtnisverlust, Verwirrtheit und Schwierigkeiten bei der Ausführung alltäglicher Aufgaben. Bei der Parkinson-Krankheit mit Demenz handelt es sich um eine spezifische kognitive Störung, die das Denkvermögen und die geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigt und somit eine zusätzliche Belastung für die Betroffenen und ihre Angehörigen darstellt. Mehr Informationen und Unterstützung finden Sie bei Cura Optima.

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Semja Denise M’Barek ist examinierte Pflegefachkraft mit über 15 Jahren Berufserfahrung in der stationären und ambulanten Pflege, davon viele Jahre bei der Caritas. Als Gründerin und Geschäftsführerin der Cura Optima GmbH verbindet sie fachliches Know-how mit tiefem Einfühlungsvermögen – und steht damit für eine neue Generation der Pflegevermittlung: menschlich, professionell und lösungsorientiert.

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