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Cura Optima Palliativpflege

Palliativpflege –
wenn umfassende Betreuung und Fürsorge bis zum Lebensende benötigt wird

Die Palliativpflege ist ein spezialisiertes Versorgungskonzept, das darauf abzielt, sterbenskranken Menschen in der letzten Phase ihres Lebens beizustehen und deren Lebensqualität signifikant zu verbessern. Durch den Einsatz von Palliativmedizin und Palliativpflege wird sichergestellt, dass Menschen, die sich dem Ende ihres Lebens nähern oder eine begrenzte Lebenserwartung haben, ein würdevolles und möglichst schmerzfreies Leben führen können.

Cura Optima möchte Ihnen die Rolle und Bedeutung der Palliativpflege näherbringen und erläutern, welche Personengruppen diese wichtige Form der Betreuung in Anspruch nehmen können. Zusätzlich erhalten Sie einen detaillierten Überblick über die verschiedenen Arten der Palliativversorgung, die zur Verfügung stehen.

Bedeutung und Ziel der Palliativpflege

Die Palliativpflege stellt ein umfassendes Betreuungskonzept dar, das sterbenskranke Menschen am Ende ihres Lebensweges unterstützt. Diese spezielle Form der Pflege konzentriert sich darauf, die Schmerzen und Symptome zu lindern, die das Leiden der Patienten verursachen. Ziel ist es, den Betroffenen ein möglichst hohes Maß an Würde und Lebensqualität zu erhalten.

Indem Palliativmedizin und Palliativpflege Hand in Hand gehen, ermöglichen sie es, dass Menschen mit einer begrenzten Lebenserwartung in einer Umgebung der Fürsorge und Achtung leben können. Die Behandlungen und Pflegemaßnahmen sind darauf ausgerichtet, Schmerzen und andere belastende Symptome effektiv zu managen.

Wer kann Palliativpflege in Anspruch nehmen?

Palliativpflege richtet sich an Menschen, die an schweren, fortschreitenden Erkrankungen leiden, bei denen eine Heilung nicht mehr möglich ist. Dies umfasst Patienten mit:

– Fortgeschrittenen Krebserkrankungen,

– Endstadium von Herz-, Lungen- oder Nierenerkrankungen,

– Neurodegenerativen Erkrankungen wie fortgeschrittener Parkinson-Krankheit oder Alzheimer,

– Und anderen Erkrankungen, die die Lebenserwartung erheblich verkürzen.

Überblick über die unterschiedlichen Palliativversorgungen

Die Palliativversorgung kann in verschiedenen Formen angeboten werden, je nach den Bedürfnissen und der Situation des Patienten. Zu den Hauptformen der Palliativversorgung gehören:

Stationäre Palliativpflege: Diese wird in spezialisierten Palliativstationen oder Hospizen angeboten, wo ein multidisziplinäres Team rund um die Uhr für die Bedürfnisse der Patienten da ist.

Ambulante Palliativpflege: Hierbei erhalten Patienten zu Hause die notwendige Palliativpflege, um ihnen den Verbleib in ihrer vertrauten Umgebung so lange wie möglich zu ermöglichen.

Teilstationäre Palliativpflege: Diese Form bietet Patienten die Möglichkeit, tagsüber in einer Einrichtung betreut zu werden, während sie die Nächte und Wochenenden zu Hause verbringen können.

Die Rolle der Palliativpflege und Palliativmedizin am Lebensende

Die Palliativpflege und die Palliativmedizin sind darauf ausgerichtet, Menschen zu unterstützen, die aufgrund einer schweren Erkrankung oder eines schweren Unfalls in der letzten Phase ihres Lebens stehen. In dieser Zeit, in der der Tod unvermeidlich näher rückt, kann die Palliativpflege zwar die zugrundeliegende Erkrankung nicht heilen, ermöglicht jedoch einen würdevollen Abschied vom Leben, frei von Angst und Schmerzen.

Wissenswertes

Unterschied zwischen Palliativmedizin und Palliativpflege

Palliativmedizin und Palliativpflege arbeiten Hand in Hand, um eine ganzheitliche und umfassende Versorgung von Patienten in ihren letzten Lebensmomenten zu gewährleisten. Während sich die Palliativmedizin vorrangig mit den medizinischen Aspekten der Versorgung beschäftigt, konzentriert sich die Palliativpflege auf die pflegerische Betreuung und die persönlichen Bedürfnisse der Patienten. Gemeinsam bieten sie eine integrative Betreuung, die sowohl die Bedürfnisse der Patienten als auch die ihrer Angehörigen in den Mittelpunkt stellt.

Die Palliativpflege und Palliativmedizin haben das Ziel, den betroffenen Menschen trotz ihrer schweren Erkrankungen eine hohe Lebensqualität bis zum Ende zu ermöglichen. Sie tragen dazu bei, dass Patienten in Würde sterben können, indem sie Schmerzen und andere belastende Symptome lindern und emotionalen sowie sozialen Support bieten.

Diese spezialisierten Bereiche der Medizin und Pflege verstehen den Tod als einen natürlichen Teil des Lebens und streben danach, den Übergang für den Patienten und seine Familie so friedvoll und schmerzfrei wie möglich zu gestalten. Indem sie auf die individuellen Wünsche und Bedürfnisse jedes Einzelnen eingehen, helfen sie, die letzte Lebensphase so angenehm wie möglich zu gestalten.

Die Zusammenarbeit von Palliativmedizin und Palliativpflege ermöglicht eine umfassende Betreuung, die nicht nur die physischen, sondern auch die emotionalen, sozialen und spirituellen Bedürfnisse der Patienten berücksichtigt. Durch diese ganzheitliche Herangehensweise wird sichergestellt, dass die Betroffenen und ihre Familien die notwendige Unterstützung und Fürsorge erhalten, die sie in dieser herausfordernden Zeit benötigen.

Aufgaben und Ziele der Palliativpflege und Palliativmedizin

Die Hauptaufgaben der Palliativpflege bestehen darin, schwerstkranken Menschen in der letzten Phase ihres Lebens sowie ihren Familienangst und Unsicherheit zu nehmen und eine umfassende pflegerische Unterstützung zu bieten. Im Gegensatz zu den kurativen Therapieformen, die auf die Heilung der Erkrankung abzielen, hat die Palliativmedizin nicht die Heilung als Ziel, sondern die Linderung von Leiden und die Verbesserung der Lebensqualität.

Therapieziele in der Palliativmedizin und Ziele in der Palliativpflege

Die Ziele der Palliativversorgung umfassen körperliche, psychische und spirituelle Aspekte, mit dem obersten Ziel, den Patienten und ihren Familien zu ermöglichen, den letzten Abschnitt ihres Lebens in Würde und ohne unerträgliche Beschwerden zu verbringen.

Die fundamentalen Ziele der palliativen Therapie sind darauf ausgerichtet, diese Verbesserungen zu erreichen:

  • Verbesserung der Lebensqualität: Das Hauptziel ist es, die Lebensqualität der Patienten zu erhöhen und sie dabei zu unterstützen, ihre täglichen Aktivitäten und Beziehungen so lange wie möglich aufrechtzuerhalten, und ihnen zu ermöglichen, noch wertvolle Momente zu erleben.

  • Schmerzeinstellung: Eine wesentliche Aufgabe der palliativen Behandlung ist die Linderung von Schmerzen und anderen körperlichen Beschwerden, um die Lebensqualität zu verbessern. Oft wird in der Palliativmedizin eine Kombination von Schmerzmedikamenten eingesetzt, um das Auftreten von Schmerzen so effektiv wie möglich zu reduzieren.

  • Symptomkontrolle: Die palliative Versorgung zielt darauf ab, Symptome, die den Patienten beeinträchtigen – wie Übelkeit, Atembeschwerden, Übermüdung oder Verwirrtheit – zu lindern und so die Lebensqualität zu steigern.

  • Psychologische Unterstützung: Ein weiterer wichtiger Aspekt der Palliativpflege ist die psychologische Unterstützung des Patienten und seiner Familie. Diese Unterstützung zielt darauf ab, Ängsten, Depressionen und anderen emotionalen Belastungen entgegenzuwirken. Seelsorgerische Betreuung oder Psychoonkologen können in diesen Prozess eingebunden werden, um zusätzliche Hilfe zu bieten.

  • Spirituelle Unterstützung: Die spirituellen Bedürfnisse des Betroffenen werden ebenfalls berücksichtigt. Das Palliativteam bietet, sofern gewünscht, spirituelle Betreuung und Unterstützung, um den Patienten in dieser herausfordernden Zeit Beistand zu leisten.

  • Familienunterstützung: Die Palliativpflege kümmert sich nicht nur um den Patienten, sondern auch um seine Familie. Sie hilft der Familie, mit den körperlichen, emotionalen und sozialen Auswirkungen der Krankheit umzugehen und bietet Unterstützung in dieser schweren Zeit.

Palliative Therapien und Behandlungsansätze

In der palliativen Behandlung steht das Wohlergehen des Patienten und die Erhaltung seiner verbleibenden Lebensqualität stets im Vordergrund. Palliative Therapien zielen darauf ab, Schmerzen zu lindern und die belastenden Begleiterscheinungen der Erkrankung so weit wie möglich zu minimieren. Das Hauptziel ist dabei nicht die Verlängerung des Lebens, sondern die Verbesserung der Qualität der verbleibenden Lebenszeit.

Palliative Chemotherapie: Ein spezifischer Behandlungsansatz

Die palliative Chemotherapie ist eine Behandlungsform, bei der chemotherapeutische Medikamente eingesetzt werden, um Schmerzen und andere physische Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität für Patienten zu verbessern, bei denen eine Heilung der Krebserkrankung nicht mehr möglich ist. Der Fokus liegt hier nicht auf der Heilung der Krebserkrankung selbst, sondern auf der Kontrolle der Symptome und der Unterstützung des Patienten.

Diese Form der Chemotherapie wird eingesetzt, um die durch die Krebstherapie verursachten Schmerzen zu lindern, die Größe von Metastasen zu reduzieren und das Wachstum von Tumoren zu verlangsamen. Es handelt sich um eine unterstützende Therapie, die darauf abzielt, die Lebensqualität des Patienten während seiner Erkrankung zu verbessern und ihm eine wertvolle Zeit in möglichst gutem Zustand zu ermöglichen.

Die palliative Chemotherapie kann somit als eine wichtige Komponente der Palliativversorgung angesehen werden, die in enger Abstimmung mit anderen palliativen Maßnahmen durchgeführt wird, um eine ganzheitliche Unterstützung zu gewährleisten. Dies beinhaltet auch die sorgfältige Abwägung von Nutzen und möglichen Nebenwirkungen, um sicherzustellen, dass die Therapie im Einklang mit den individuellen Bedürfnissen und Wünschen des Patienten steht.

Durch diese zielgerichtete und patientenzentrierte Herangehensweise trägt die palliative Chemotherapie dazu bei, das Wohlbefinden von Patienten in einer sehr herausfordernden Phase ihrer Erkrankung zu stärken und ihnen eine höhere Lebensqualität zu ermöglichen, auch wenn die Krankheit selbst nicht mehr geheilt werden kann.

Voraussetzungen für die Inanspruchnahme von Palliativpflege und Palliativmedizin

Eine grundlegende Voraussetzung für die Anwendung der Palliativpflege zu Hause oder in einer stationären Einrichtung ist, dass eine Person an einer unheilbaren und fortschreitenden Krankheit leidet. Es ist wichtig zu verstehen, dass sich die Palliativversorgung nicht ausschließlich an Menschen richtet, die sich im Endstadium einer Erkrankung befinden. Sie ist auch für Patienten mit sehr schweren Erkrankungen gedacht, um die belastenden Folgen dieser Krankheiten zu mildern.

Berücksichtigung der Wünsche und des Willens Ihres Angehörigen

Es ist oft nicht möglich, frühzeitig und umfassend mit einem geliebten Menschen über seine Vorstellungen und Wünsche bezüglich der Gestaltung seines Lebensendes zu sprechen. Sollte der Betroffene jedoch noch in der Lage sein, seine Präferenzen und Wünsche zu äußern, ist es wichtig, diese in die Planung und Umsetzung der Palliativpflege einfließen zu lassen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Wenn der Patient jedoch nicht mehr in der Lage ist, seine Wünsche zu kommunizieren, stehen die Angehörigen vor der Herausforderung, herauszufinden, welche Betreuungs- und Versorgungsmaßnahmen die bestmöglichen sind.

Zum Beispiel, was bedeutet es, wenn ein demenzerkrankter Angehöriger sehr unruhig ist und auf Berührungen abwehrend oder sogar aggressiv reagiert? Könnte es sein, dass er unter unerträglichen Schmerzen leidet? Wie sollte man interpretieren, wenn er sich weigert zu essen oder zu trinken? Ist dies ein Ausdruck seines Willens oder eine Folge seiner Erkrankung? Würde er, falls er die Entscheidung selbst treffen könnte, einer künstlichen Ernährung mittels Magensonde zustimmen, oder würde er eine solche Maßnahme ablehnen und somit möglicherweise den Prozess seines Sterbens einleiten?

Die Antworten auf diese Fragen können nur im Dialog mit dem Hausarzt, den Palliativpflegekräften, der Familie oder einem eventuell bestellten rechtlichen Betreuer gefunden werden. Es ist essenziell, so viele Meinungen und Einschätzungen wie möglich zu sammeln, um den Willen und die Wünsche Ihres Angehörigen zu ergründen. Möglicherweise hat der Betroffene, als er noch gesund war, eine Patientenverfügung verfasst, die seine Einstellungen zu lebensverlängernden Maßnahmen oder anderen wichtigen Aspekten der medizinischen Behandlung festlegt.

Optionen der ambulanten Palliativpflege

Die meisten Patienten bevorzugen es, falls es ihr Gesundheitszustand erlaubt, die letzte Phase ihres Lebens in ihrem eigenen Zuhause und in ihrer gewohnten Umgebung zu verbringen. Es gibt verschiedene Angebote, die es ermöglichen, auf würdevolle Weise Abschied zu nehmen und das Leben zu beenden.

Der Gesetzgeber unterscheidet hierbei zwischen zwei Hauptformen:

– Allgemeine Ambulante Palliativversorgung (AAPV)

– Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV)

Allgemeine Ambulante Palliativversorgung (AAPV)

Innerhalb der Allgemeinen Ambulanten Palliativversorgung (AAPV) sind es die Pflegekräfte des Pflegedienstes, die die Palliativpflege im eigenen Zuhause des Patienten übernehmen. Diese Pflegekräfte benötigen für ihre Tätigkeit in der AAPV keine spezielle Weiterbildung als Palliativkraft.

Zusatzqualifikation in Palliative Care

Trotzdem bieten immer mehr ambulante Pflegedienste die Pflege durch examinierte Pflegefachkräfte an, die eine Zusatzausbildung in „Palliative Care“ absolviert haben. Diese spezialisierten Palliativ-Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten sind unter anderem verantwortlich für die Überwachung der Schmerztherapie, die Versorgung von Portsystemen und die spezielle Behandlung von Tumorwunden. Ebenso gehören die psychosoziale Unterstützung im Umgang mit der Krankheitssituation und die anleitende Begleitung in pflegerischen Herausforderungen zu ihren Aufgaben.

Zusatzqualifikation in Palliative Care

Trotzdem bieten immer mehr ambulante Pflegedienste die Pflege durch examinierte Pflegefachkräfte an, die eine Zusatzausbildung in „Palliative Care“ absolviert haben. Diese spezialisierten Palliativ-Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten sind unter anderem verantwortlich für die Überwachung der Schmerztherapie, die Versorgung von Portsystemen und die spezielle Behandlung von Tumorwunden. Ebenso gehören die psychosoziale Unterstützung im Umgang mit der Krankheitssituation und die anleitende Begleitung in pflegerischen Herausforderungen zu ihren Aufgaben.

Mit ihrer umfassenden Erfahrung sind sie in der Lage, den Patienten und ihren Angehörigen während des Krankheits- und Sterbeprozesses Ängste zu nehmen. Sie unterstützen und begleiten sie einfühlsam und verständnisvoll.

Plastische Chirurgie

Unheilbar kranke Patienten mit einer lebenszeitverkürzenden Erkrankung, die eine besonders intensive Versorgung benötigen, haben seit 2007 einen Anspruch auf die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV) gemäß § 37b des Sozialgesetzbuches Fünf (SGB V). Diese Leistung wird durch einen Hausarzt oder einen Krankenhausarzt verordnet und muss von der Krankenkasse vor der Inanspruchnahme genehmigt werden. Die SAPV beinhaltet ärztliche und pflegerische Leistungen, einschließlich einer Ruf-, Notfall- und Kriseninterventionsbereitschaft rund um die Uhr. Außerdem umfasst sie psychosoziale Unterstützung in enger Zusammenarbeit mit Seelsorge, Sozialarbeit und ambulanten Hospizdiensten.

Ambulante Hospizdienste

Ehrenamtliche ambulante Hospizdienste besuchen Palliativpatienten zu Hause und widmen sich der psychosozialen Betreuung von schwerstkranken und sterbenden Menschen sowie ihren Angehörigen. Diese Dienste spielen eine zentrale Rolle in der ganzheitlichen Unterstützung, indem sie emotionale und soziale Unterstützung anbieten und so zur Verbesserung der Lebensqualität in der letzten Lebensphase beitragen.

Stationäre Palliativpflege: Ein Überblick

Die stationäre Palliativpflege findet nicht in der häuslichen Umgebung des Patienten statt, sondern in spezialisierten Einrichtungen wie Hospizen oder Palliativstationen in Krankenhäusern.

Hospize: Spezialisierte Einrichtungen für die Palliativpflege

Ein Hospiz ist eine spezialisierte stationäre Einrichtung, die darauf ausgerichtet ist, schwerkranke Menschen in der letzten Phase ihres Lebens zu pflegen und zu betreuen. Das Hauptziel eines Hospizes ist es, die Lebensqualität der Patienten zu verbessern und ein würdevolles Sterben zu ermöglichen. Die palliative Versorgung in einem Hospiz konzentriert sich auf die Linderung von Schmerzen und Symptomen sowie auf die Erfüllung psychosozialer Bedürfnisse, ohne dabei auf Heilung abzuzielen.

In Hospizen arbeiten interdisziplinäre Teams zusammen, die aus Pflegepersonal, Ärzten, Sozialarbeitern, Psychologen, Physiotherapeuten, ehrenamtlichen Helfern sowie Kunst- und Musiktherapeuten bestehen. Manchmal wird auch tiergestützte Therapie angeboten, um den Patienten zusätzlichen Komfort und emotionale Unterstützung zu bieten. Einige Hospize bieten zudem die Möglichkeit, Patienten nur tagsüber zu betreuen, um ihnen und ihren Familien flexible Unterstützungsmöglichkeiten zu bieten.

Palliativpflege in Pflegeheimen

Die Art und der Umfang der Palliativpflege in Pflegeheimen variieren stark, abhängig von verschiedenen Faktoren wie der Trägerschaft des Heims und den Fortbildungsmöglichkeiten für das Personal. Immer mehr Alten- und Pflegeheime entwickeln spezielle Konzepte zur Sterbebegleitung, die die Palliativpflege als integralen Bestandteil beinhalten.

Die Konzepte von Pflegeheimen, die palliativkompetent sind, umfassen neben der eigentlichen Palliativpflege weitere wichtige Aspekte der Sterbebegleitung:

Vermeidung von Krankenhauseinweisungen am Lebensende: Sie legen dar, ob und wie Einweisungen ins Krankenhaus am Ende des Lebens vermieden werden können, um den Bewohnern ein friedvolles Verbleiben in der gewohnten Umgebung zu ermöglichen.

Würdevolle Verabschiedung: Die Konzepte beschreiben, wie die würdevolle Verabschiedung eines Bewohners gestaltet wird, um allen Beteiligten einen respektvollen Abschluss zu ermöglichen.

Unterstützung für Angehörige: Sie zeigen auf, wie Angehörige in dieser schweren Zeit unterstützt und begleitet werden können, um ihnen durch den Prozess des Abschiednehmens zu helfen.

Einbeziehung der Bewohner in Abschiedsrituale: Die Pläne beinhalten, wie Bewohner durch Rituale und Gedenkveranstaltungen in den Prozess des Abschieds einbezogen werden können, um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken und jedem die Möglichkeit zu geben, Teil des Trauerprozesses zu sein.

Anlaufstellen für Informationen über Palliativpflege

Es gibt eine Reihe von Anlaufstellen, an die Sie sich wenden können, um Informationen über Palliativpflege und die entsprechenden Einrichtungen in Ihrer Umgebung zu erhalten. Hier sind einige der wichtigsten Möglichkeiten aufgeführt:

  • Hausarzt oder der aktuell behandelnde Arzt: Ihr Hausarzt oder der Arzt, der die Behandlung durchführt, kann eine wertvolle Ressource für Informationen über geeignete Palliativpflegeeinrichtungen in der Nähe sein. Er oder sie kann Ihnen nicht nur Auskunft geben, sondern auch bei der Organisation der notwendigen Pflege unterstützend zur Seite stehen.

  • Krankenhaus: Auch im Krankenhaus können Sie wichtige Informationen über Palliativpflege erhalten. Das medizinische Personal und die Sozialdienste in Krankenhäusern sind oft gut informiert über lokale Palliativpflegeeinrichtungen und können entsprechende Empfehlungen aussprechen.

  • Hospiz- und Palliativverbände: In vielen Städten und Gemeinden existieren spezialisierte Organisationen und Verbände, die sich der Hospiz- und Palliativpflege widmen. Diese bieten nicht nur umfassende Informationen, sondern auch Unterstützung für Betroffene und ihre Familien. Ihre Stadtverwaltung oder Gemeindeverwaltung kann Ihnen Adressen und Kontaktdaten solcher Organisationen bereitstellen.

  • Online-Verzeichnisse: Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) bietet auf ihrer Webseite einen kostenlosen Wegweiser an, der eine umfangreiche Liste von Kontaktdaten und Informationen bereithält. Dies kann eine hilfreiche Ressource sein, um schnell und unkompliziert geeignete Anlaufstellen zu finden.

  • Krankenkassen: Ihre Krankenkasse ist ebenfalls eine gute Anlaufstelle für Informationen über Palliativpflegeeinrichtungen. Die Krankenkassen haben oft Listen von zugelassenen Einrichtungen und können bei der Organisation der Pflege behilflich sein.

Es ist empfehlenswert, mehrere dieser Anlaufstellen zu kontaktieren und sich umfassend über die verschiedenen Optionen zu informieren. Auf diese Weise können Sie sicherstellen, dass Sie oder Ihr Angehöriger die bestmögliche Versorgung erhalten. Indem Sie Informationen aus verschiedenen Quellen einholen, können Sie ein vollständigeres Bild der verfügbaren Palliativpflegeoptionen und -dienste bekommen und eine informierte Entscheidung über die richtige Pflegeoption für Ihre individuelle Situation treffen.

Finanzierung der Palliativpflege, Hospiz- und Palliativversorgung zu Hause

In den meisten Fällen übernimmt die Krankenkasse die Kosten für palliative Leistungen zu Hause. Die gesetzliche Grundlage für die Kostenerstattung ist im Sozialgesetzbuch Fünf (SGB V) festgeschrieben. Die Bedingungen, unter denen die Kostenübernahme stattfindet, umfassen:

– Die palliativmedizinische Versorgung wird durch Hausärzte, niedergelassene Schmerztherapeuten oder Palliativmediziner durchgeführt.

– Es besteht ein Bedarf an häuslicher palliativer Krankenpflege.

– Ein Arzt hat eine Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV) für mindestens sieben Tage verordnet.

Kostenlose Beratung, Unterstützungsangebote sowie ehrenamtliche Begleitung der betroffenen Patienten und ihrer Familien werden durch ambulante Hospizdienste angeboten. Diese Dienste finanzieren sich durch Zuschüsse von den Krankenkassen, durch Spenden sowie durch ehrenamtliches Engagement.

Kosten für Palliativpflege, Hospiz- und Palliativversorgung im Krankenhaus

Die Kosten für einen Aufenthalt in einer Palliativstation im Krankenhaus werden von der Krankenkasse gemäß SGB V getragen. Beratungsleistungen, Unterstützungsangebote und die ehrenamtliche Begleitung durch ambulante Hospizdienste sind für die betroffenen Patienten und ihre Familien kostenfrei.

Kosten für Palliativpflege, Hospiz- und Palliativversorgung im Pflegeheim/Altenheim

Die Kosten für palliative Versorgung in einem Pflegeheim werden ebenfalls von der Krankenkasse nach SGB V übernommen, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

– Der Patient leidet an einer unheilbaren Erkrankung und befindet sich in einem fortgeschrittenen Stadium dieser Krankheit.

– Eine ärztliche Verordnung für palliative Versorgung muss vorhanden sein.

– Die palliativmedizinische Versorgung durch Hausärzte, niedergelassene Schmerztherapeuten oder Palliativmediziner muss gewährleistet sein.

– Es müssen qualifizierte Pflegefachkräfte vorhanden sein, die über Erfahrungen in der Palliativpflege verfügen.

Wenn der sterbende Mensch in einem Pflegeheim lebt, liegt meistens eine anerkannte Pflegebedürftigkeit vor. Der Bewohner übernimmt lediglich die Kosten für Unterkunft und Verpflegung. Auch in der Palliativpflege im Pflegeheim sind Beratung, Unterstützungsangebote und ehrenamtliche Begleitung für die betroffenen Patienten und ihre Angehörigen durch ambulante Hospizdienste kostenfrei. Die Finanzierung dieser Dienste erfolgt durch Zuschüsse der Krankenkassen, durch Spenden und durch ehrenamtliche Hilfe.

Pflegegeld im Rahmen der Palliativpflege

Jeder Pflegebedürftige, der einen Pflegegrad besitzt und zu Hause gepflegt wird, hat Anspruch auf Pflegegeld. Wenn im Rahmen der Palliativpflege Leistungen wie Schmerztherapie, Wundversorgung oder psychosoziale Unterstützung von einem ambulanten Pflegedienst oder einem spezialisierten Pflegedienst erbracht werden, bleibt das Pflegegeld vollständig erhalten. Diese Leistungen sind Teil der Palliativpflege und werden von der Krankenkasse erstattet.

Falls jedoch im Rahmen der Palliativpflege pflegerische Tätigkeiten wie die tägliche Körperwäsche durchgeführt werden, werden diese Leistungen als Pflegesachleistungen abgerechnet. In diesem Fall kann das Pflegegeld nur noch anteilig in Anspruch genommen werden. Dies wird als Kombinationsleistung bezeichnet.

Unterschiede zwischen Palliativpflege und Hospizversorgung

Die Aufenthaltsdauer auf einer Palliativstation beträgt üblicherweise etwa 14 Tage. Im Gegensatz dazu verbleiben Betroffene in einem Hospiz oft bis zu einem Jahr. Dieser Unterschied ergibt sich aus der Natur der Einrichtungen: Eine Palliativstation ist eine Akutstation in einem Krankenhaus, während ein Hospiz eine eigenständige, häusliche Einrichtung mit einem höheren Personalschlüssel ist, die eine umfassende Heimversorgung bietet.

Auf Palliativstationen wird niemand entlassen, bevor die Symptomkontrolle und die Planung der weiteren Versorgung nicht zufriedenstellend abgeschlossen sind. Es kann eine beträchtliche Zeit dauern, bis eine Zusage für einen Hospizplatz erfolgt. Während dieser Wartezeit kann die betroffene Person auf der Palliativstation verbleiben.

Sollte es vorkommen, dass die Symptome noch nicht optimal eingestellt sind, aber ein Platz im Hospiz verfügbar wird, stellt dies kein Problem dar. Hospize arbeiten eng mit Palliativmedizinern zusammen, die die Kontrolle und Anpassung der Symptombehandlung fortsetzen.

In Bezug auf die ärztliche Betreuung besteht jedoch ein signifikanter Unterschied zwischen Hospiz und Palliativstation. In einem Hospiz erfolgen ärztliche Visiten zwei bis sechsmal pro Woche, während auf einer Palliativstation in der Regel täglich oder sechs Tage die Woche Visiten stattfinden. Beide Einrichtungen verfügen jedoch über eine 24-Stunden-Bereitschaft, was bedeutet, dass die Ärzte jederzeit telefonisch erreichbar sind, sollten Probleme auftreten.

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Semja Denise M’Barek ist examinierte Pflegefachkraft mit über 15 Jahren Berufserfahrung in der stationären und ambulanten Pflege, davon viele Jahre bei der Caritas. Als Gründerin und Geschäftsführerin der Cura Optima GmbH verbindet sie fachliches Know-how mit tiefem Einfühlungsvermögen – und steht damit für eine neue Generation der Pflegevermittlung: menschlich, professionell und lösungsorientiert.

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